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Orthopädie, Unfallchirurgie & Sportmedizin

Orthokin ® – Arthrose-Therapie

orthokin

Wie entstehen Gelenkschmerzen?

Über 10 Millionen Menschen leiden in Deutschland an Gelenkschmerzen. Die Schmerzen entstehen meist, wenn der als Gleitschicht dienende Knorpel abgenutzt (Arthrose) oder durch die entzündlichen Prozesse bei Rheuma (Arthritis) zerstört wird.
Auch dem Wirbelsäulenschmerz liegen oft Gelenkerkrankungen zu Grunde. Die Wirbelsäule besteht aus einzelnen Wirbelkörpern, die wiederum durch kleine Gelenke miteinander verbunden sind. Sind diese Gelenke abgenutzt, entstehen Schmerzen, die bis in die Beine ausstrahlen können.

Körperabwehr aus dem Gleichgewicht

Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass bei allen Gelenkerkrankungen ein bestimmter Botenstoff des Immunsystems
(Interleukin-1) IL-1 in erhöhter Konzentration auftritt. Mittlerweile weiß man, dass dieser erhöhte Wert für den Knorpelabbau aber auch für die Entzündungen mitverantwortlich ist. Normalerweise reagiert der Körper selbst mit einem natürlichen Gegenspieler (z.B. Anti-Interleukin-1) gegen den erhöhten IL-1 Wert. Liegt jedoch eine Störung des normalen Bewegungsablaufes vor, sei es durch einen Unfall, einer Fehlbelastung oder Fehlstellung, entsteht Interleukin-1 schneller als der Körper darauf reagieren kann. Das Gleichgewicht zwischen Interleukin-1 und seinen Gegenspielern wird nachhaltig gestört.

Orthokin® natürlich gegen den Schmerz

Einem Team von Düsseldorfer Wissenschaftlern ist es 1997 erstmals mit dem Orthokin®-Verfahren gelungen, eine neue Therapie gegen den Schmerz zu entwickeln. Sie stellt das natürliche Gleichgewicht zwischen den Immunstoffen wieder her. Die Forscher denken in den Gesetzen der Natur. Ihr Therapieansatz simuliert die Situation des gesunden Menschen. Sie nutzen also die natürlichen Funktionsweisen des Körpers für die Heilung. Orthokin® stoppt nicht nur die weitere Zerstörung des Knorpels, es kann sogar die Bildung gesunder Knorpelsubstanz anregen. Vor allem in den oberen Knorpelschichten, die einer besonderen Belastung ausgesetzt sind.

Wie die Behandlung funktioniert

Der Patientin oder dem Patienten wird mit der Orthokin®-Spritze Blut abgenommen. Diese Spritze besitzt besondere Merkmale und ist mit einer speziellen Innenoberfläche ausgestattet. Die weißen Blutkörperchen werden durch diese Oberfläche dazu gebracht, Hemmstoffe des Immunsystems (z.B. Anti-Interleukin-1, Anti-IL-1) zu produzieren. Noch während das Blut in einem Spezialcontainer zum Labor transportiert wird, beginnt der Prozess, bei dem ein 100-facher Überschuss des Anti-IL-1 entsteht.
Im Labor werden diese Hemmstoffe von den Blutzellen isoliert. Anschließend wird die so gewonnene Injektionslösung in 2ml-Portionen aufgeteilt und tiefgefroren.

Hilfe immer da, wo sie gebraucht wird

Die tiefgefrorenen Portionen werden mit einem Kurierdienst vom Labor zum behandelnden Orthopäden transportiert. Dieser sorgt für die sachgerechte Lagerung der Portionen bis zu ihrer Verwendung. Bei einer Behandlungssitzung wird eine Portion aufgetaut, evtl. verdünnt und direkt an den Krankheitsherd gespritzt. Dadurch kommt es sozusagen “vor Ort” zu einer Therapie. Die Entzündung wird gehemmt, Knorpelzerstörung gestoppt, und in manchen Fällen sogar umgekehrt. Noch vorhandener Knorpel wird so geschützt.

Erfolg im frühen und mittleren Krankheitsstadium

Bislang wurden nach dem Orthokin®-Verfahren über 3.500 Patienten mit ca. 30.000 Injektionen behandelt. Über 75% der Patienten berichten über eine deutliche Besserung der Beschwerden. Ein Rückgang von Entzündung und Gelenkschwellung wurde beobachtet. Besonders gut wirkt Orthokin® bei Patienten im frühen oder mittleren Krankheitsstadium oder nach vorausgegangener operativer Therapie (z.B. nach Arthroskopien).

Hervorragende Verträglichkeit

Da es sich bei Orthokin® um einen 100% körpereigenen Wirkstoff handelt, wird die Behandlung sehr gut vertragen. Natürlich bestehen bei der Orthokin®-Therapie die gleichen Risiken wie bei jeder anderen Injektion in ein Gelenk. Diese Risiken sind jedoch durch spezielle Vorsichtsmaßnahmen wie sterile Einweghandschuhe und sterile Einmalabdeckungen seitens Ihres behandelnden Orthopäden sehr gering.

Der langfristige Erfolg der Orthokin®-Behandlung hängt auch von der richtigen Nachbehandlung ab. Ihr Arzt wird nach der Besserung für Sie ein geeignetes Nachbehandlungskonzept zusammenstellen.

Was die Behandlung mit Orthokin® kostet

Die Herstellungskosten der fertigen Injektionslösungen betragen inklusive Transportkosten ca. Euro 800. Hinzu kommt die Leistungsvergütung Ihres behandelnden Arztes.

Hilft Orthokin® auch bei meinen Beschwerden?

Ob eine Therapie mit Orthokin® auch in Ihrem Fall sinnvoll ist, hängt natürlich von Ihrem individuellen Krankheitsbefund ab und sollte von Ihrem Orthopäden eingeschätzt werden.

Falls Sie noch weitere Informationen zu dem Thema Orthokin® haben möchten, fragen Sie hier in der Praxis nach.

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